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Kinofest nicht nur für Kinder Zum 19. Mal| 2620 Besucher an zwei Tagen waren von Filmauswahl in Hof begeistert. Von Kerstin Starke
Hof – „Das Kinderfilmfest ist ein Grund mehr, in Hof zu wohnen.“ Dieser Satz, den Stadtjugendpfleger Klaus Wulf am Sonntag im Kino von einem vermutlich neu zugezogenen Familienvater gehört hat, freut ihn und seine Mitstreiter vom Organisationsteam ganz besonders und macht sie stolz.
Hof – „Das Kinderfilmfest ist ein Grund mehr, in Hof zu wohnen.“ Dieser Satz, den Stadtjugendpfleger Klaus Wulf am Sonntag im Kino von einem vermutlich neu zugezogenen Familienvater gehört hat, freut ihn und seine Mitstreiter vom Organisationsteam ganz besonders und macht sie stolz. Zeigt er doch, dass auch die 19. Auflage des Festivals, das am Wochenende tagsüber alle sechs Säle des Hofer Central-Kinos mit Beschlag belegte, ein voller Erfolg war. Ein Erfolg, der zum großen Teil ein Verdienst der 45 ehrenamtlichen Mitarbeiter ist, die dafür sorgen, dass alles reibungslos verläuft und die Kinos und die Flure immer sauber sind. Auch die Kinder-Moderatoren, die jeden Film ansagen und auf die Abstimmungsmöglichkeiten für den Publikumspreis hinweisen, haben ihre Aufgaben bravourös erledigt.
Die 2620 Besucher der insgesamt 36 Vorstellungen und das positive Echo auf die Filmauswahl unterstreichen den positiven Eindruck. Und die Auswertung der Stimmen für den Publikumspreis lässt sich ebenfalls entsprechend interpretieren: Der Vorsprung des Sieger-Films „Stella und der Stern des Orients“ vor dem Zweit- und Drittplatzierten „Die drei ??? – Das Geheimnis der Geisterinsel“ beziehungsweise „Der Sohn des Rambow“ war denkbar knapp.
Das Lob für die Filmauswahl darf sich wie seit vielen Jahren Hence Bauer-Härtel mit auf die Fahnen schreiben. Auffällig ist, dass zehn der siebzehn gezeigten Filme brandneu sind, also aus den Jahren 2007 oder 2008 stammen; „Das Morphus-Geheimnis“ lief in Hof gar noch vor dem offiziellen Kino-Start. „Durch die digitale Technik, die wir hier im Central-Kino zur Verfügung haben, wird alles unkomplizierter“, berichtet Bauer-Härtel. Sie erlaube es, auch Filme zu zeigen, die es nur noch auf DVD gebe; man werde unabhängig von der 35-Millimeter-Technik. Und wenn heuer auch der Großteil der Filme deutsche (Ko-)Produktionen waren – die Auswahl soll auch künftig international bleiben: „Allein mit deutschen Filmen könnten wir das Programm, wie wir es gestalten wollen, dann doch nicht abdecken.“
Dass diese Auswahl nicht nur bei den Kindern gut ankommt, zeigt sich seit vielen Jahren – die Filme „empfohlen ab fünf, sechs, sieben, acht oder zehn Jahre“ werden auch von Erwachsenen geschätzt. „Es gibt eine kleine, treue Gruppe von Stammbesuchern die vielleicht früher einmal mit ihren Kindern gekommen sind und heute, auch ohne ihren mittlerweile erwachsenen Nachwuchs, immer wieder dabei sind“, weiß Kreisjugendpfleger Robert Sandig.
Zwei von diesen erwachsenen Stammgästen sind Waltraud Ströbel und Helmut Hofner aus Goldkronach, die seit sieben Jahren regelmäßig zum Filmfest kommen. „Sonst sind wir immer an beiden Tagen da und schauen uns drei Filme an zwei Tagen an, heuer reicht die Zeit leider nur für den Samstag“, erzählt Waltraud Ströbel bedauernd. Informiert über das Programm haben sie sich diesmal auf der Internetseite des Festivals – und haben dort in weiser Voraussicht auch schon ihre Karten gebucht. „Die guten Filme sind erfahrungsgemäß immer schnell ausverkauft.“
Auf ihrem ganz persönlichen Fest-Programm standen diesmal „Mozart in China“ – Ströbel: „Ein Wahnsinnsfilm!“ –, „Die rote Zora“ und „Das Geheimnis des blauen Schmetterlings“. Außerdem wollte die Familie – die zwölfjährige Tochter Sophie war natürlich auch dabei – noch „Die Farbe der Milch“ sehen; aber der Film fiel der knappen Zeit zum Opfer. „Man kriegt ja schon fast Stress“, scherzt Waltraud Ströbel, „weil man gar nicht alles sehen kann, was man sich anschauen will.“ Sie sei, fährt sie fort, ein Fan des Programmkinos, und das Kinderfilmfest sei ja auch so etwas Ähnliches. „Vor allem kann man sich auf die Auswahl verlassen – die ist immer fantastisch.“
Publikumspreis für „Stella“ Erna Schmidt, die Regisseurin des Films „Stella und der Stern des Orients“ (Deutschland, 2007), ist Gewinnerin des Publikumspreises beim 19. Kinderfilmfest in Hof.
Erna Schmidt, die Regisseurin des Films „Stella und der Stern des Orients“ (Deutschland, 2007), ist Gewinnerin des Publikumspreises beim 19. Kinderfilmfest in Hof. Knapp auf dem zweiten Platz landete Florain Baxmeyer („Die drei ???“) vor Garth Jennings („Der Sohn des Rambow“). Mit 2620 Besuchern blieb das zweitägige Festival im Central-Kino heuer zwar etwas hinter der Gäste-Zahl vom Vorjahr zurück, dennoch waren Veranstalter wie Publikum mit den diesjährigen „kleinen Filmtagen“ mehr als zufrieden. „Das Motto ,Geheimnisse’ hat offensichtlich die Neugier aller Altersstufen geweckt“, bilanzierte am Sonntag Abend Kreisjugendpfleger Robert Sandig, „die Filmauswahl kam wieder sehr gut an“.
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